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Was hilft gegen Schlafprobleme und gegen Schlaflosigkeit?

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

  • "Wie kann ich besser einschlafen und durchschlafen?"

  • "Gibt es eine Alternative für Schlaftabletten?"

  • "Ich schlafe schlecht. Was kann ich tun?"

René Gräber

Die sind häufige Fragen, die mir in der naturheilkundlichen Praxis gestellt werden.

Dabei sind die Schlafprobleme und die Schlaflosigkeit wirklich ein Problem: bis zu 30% der Erwachsenen leiden darunter.

Bei den über 65-Jährigen sind es bereits über 40% die Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben. Leider beschränkt sich die "schulmedizinische" Therapie und Behandlung der Schlafstörungen leider immer noch im Wesentlichen auf Schlafmittel.

Aber: Schlaftabletten sind mit vielen Risiken verbunden und sind langfristig sicherlich die schlechteste aller Lösungen. Doch viele Ärzte klagen auch darüber, dass die Patienten danach verlangen!

Was gilt überhaupt als gesunder und erholsamer Schlaf?

Der durchschnittliche deutsche Erwachsene geht um kurz nach 23 Uhr ins Bett, schläft dort in einem ruhigen, dunklen Raum nach etwa einer Viertelstunde ein und wacht nach sieben Stunden und 14 Minuten wieder auf.

Alles, was weit von dieser Norm abweicht, wird hierzulande als Schlafstörung wahrgenommen. Dabei betonen Schlafexperten immer wieder, dass unser Modell des Schlafs nicht unbedingt das „natürliche“ ist. In Westeuropa war es demnach bis in die frühe Neuzeit hinein üblich, während des Nachtschlafs wach zu werden und erst etwa nach einer Stunde erneut zur Ruhe zu finden. Dies hängt, laut der Forscher, vermutlich damit zusammen, dass es früher beispielsweise nötig war, während der Nacht nach dem Feuer zu schauen.

Die heutigen Durchschlafprobleme sind also möglicherweise gar keine Störungen, sondern lediglich die Rückkehr zu alten Mustern. Wer nachts häufiger aufwacht, sollte sich also keinesfalls als „Schlafversager“ fühlen.
Unser heutiges monophasisches Standardmodell (lediglich ein langer Schlaf in einem Block) ist vielmehr kulturell begründet. Denn im 19. Jahrhundert war es den Industriellen wichtig, dass ihre Arbeiter sich dem Rhythmus der Fabriken anpassten und ausgeruht waren, ohne zwischendurch ein Nickerchen zu benötigen.

Obwohl es keine Belege dafür gibt, nehmen Wissenschaftler außerdem an, dass die Menschen in der Steinzeit das Durchschlafen während der Dunkelheit erst erlernen mussten. Genauso werden Kinder in Mitteleuropa von Beginn an auf einen nächtlichen Schlafblock hin koordiniert.
Auch das Konzept, vom Säuglingsalter an alleine zu schlafen und später das Zimmer lediglich mit dem Partner zu teilen, ist nur in wenigen Kulturen verbreitet. Selbst hierzulande war es bis vor 100 Jahren noch üblich, mit der ganzen Familie einen Schlafraum zu teilen.

In anderen Völkern ist der Schlaf außerdem viel mehr in das soziale Leben eingebunden. Vor allem indigene Bevölkerungen sind noch immer darauf angewiesen, aus Sicherheitsgründen in Gruppen zusammenzuliegen, wobei immer wieder jemand aufsteht und nachsieht, ob sich wilde Tiere nähern. Auch sind die Schlafstätten keineswegs ruhig. Leise Gespräche, Hühnergegacker und Feuerknistern füllen den Raum aus.

Auch ist es in vielen Ländern üblich, sich tagsüber zu einem kleinen Mittagsschlaf hinzulegen. In Japan ist es beispielsweise üblich, für einige Minuten in der U-Bahn oder im Büro zu schlafen. Andere Völker machen eine ausgedehnte Siesta am Mittag.

Obwohl auch hierzulande immer wieder Experten Arbeitgebern empfehlen, ihren Angestellten die Möglichkeit zu bieten, sich nach dem Mittagessen für eine halbe Stunde hinzulegen, wird es recht schwierig sein, dieses Konzept in Deutschland großflächig durchzusetzen.

Gleiches gilt für den oft geforderten Plan, den Unterrichtsbeginn nach hinten zu verlegen. Denn obwohl sich Schlafforscher sicher sind, dass die Lernkurve und das Schlafverhalten von Jugendlichen nicht mit den hiesigen Schulzeiten zu vereinbaren sind, bleibt es bei dem frühen Beginn des Unterrichts.

Auf der anderen Seite gehen aber immer mehr Paare – entgegen hiesiger Konventionen – dazu über, in getrennten Zimmern zu schlafen. Denn gerade Frauen schlafen im gemeinsamen Zimmer mit dem Ehemann oft schlechter. Denn sie scheinen einen leichteren Schlaf zu haben und von dem Partner schnell geweckt zu werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Frauen aus Evolutionssicht darauf geeicht sind, sofort wach zu werden, wenn die Kinder und andere Familienangehörige sie in der Nacht brauchen.
Männer hingegen schlafen in gemeinsamen Betten besser, da sie sich in der Gruppe sicher und geborgen fühlen.

Auch das Teilen des Schlafraums mit den Haustieren ist in anderen Ländern keine Seltenheit. Gleiches gilt für deutsche Schlafzimmer, in denen, nach Schätzungen, etwa die Hälfte der Hunde bei Herrchen oder Frauchen im Schlafzimmer liegen. Bei den Katzen sind es wahrscheinlich noch viel mehr. Doch hierzulande geben die Menschen das nur ungerne zu. Denn es ist kulturell eher verpönt.

Da viele der Hausgenossen außerdem schnarchen oder einen recht unruhigen Schlaf haben, können sie außerdem auch der Grund für die Schlafstörungen der Besitzer sein. Im Zweifelsfall kann es hilfreich sein, die Tiere aus dem Schlafzimmer zu verbannen, um selber besser zur Ruhe zu finden.

Die Ursachen für die Schlafprobleme können allerdings sein 

  • organische und psychische Erkrankungen
  • Konfliktsituationen oder auch
  • Umwelteinflüsse
  • (siehe auch: Schlaflosigkeit Ursachen)

Wie kann ich besser einschlafen oder / und besser durchschlafen?

Dabei sprechen wir in der Medizin von einer Einschlafstörung, wenn diese Periode länger als 30 Minuten dauert und von einer Durchschlafstörung, wenn Sie dreimal pro Woche Aufwachen, bevor Sie sechs Stunden am Stück geschlafen haben. Allerdings gilt dies, wie oben beschrieben, in anderen Völkern als völlig normal.

Sonderformen der Schlafprobleme sind die so genannte Hypersomnien (zu viel Schlaf), die Parasomnien (Schlafwandeln) und das Schlafapnoe-Syndrom (Atemausetzer während des Schlafs).

Bei den meisten Personen mit Schlafproblemen und solchen, die an Schlaflosigkeit leiden, zeigen sich meist eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit mit Leistungs- und Konzentrationsschwächen, Stimmungsschwankungen und verschiedene vegetative Beschwerden, wie zum Beispiel: Kopfschmerzen, Frösteln oder Kreislaufprobleme.

Dabei ist eine erholsame Nachtruhe (Nachtschlaf) wichtig, denn diese regeneriert Ihren Körper, stärkt die Immunabwehr, verhindert vorzeitige Alterung und schützt Sie sogar vor der Alzheimer-Erkrankung, wie einige Studien zeigen.

Die Lösung vieler Ärzte sieht leider Schlaftabletten vor; dabei liegt die Schuld mit Sicherheit nicht nur an den Ärzten, sondern auch an den Patienten, die einfach danach verlangen. Alternative Schlafmittel und auch Homöopathie bei Schlafstörungen können eine "sanfte" Lösung sein. Lesen Sie aber auch hier, wann Sie mit Ihrem Schlafproblem zum Arzt müssen.

Ein guter Schlaf und Schlafrythmus ist Ihre beste Quelle für mehr Lebensenergie. Doch für jeden vierten Deutschen ist der Schlaf nicht mehr wirklich erholsam. Schlaflosigkeit hat sich damit zu einer wahren Zivilisationskrankheit entwickelt. Dunkle Augenringe und üble Laune sind noch die harmloseren Folgen. Denn wer zu wenig schläft, der kann auf Dauer ernsthaft krank werden.

Auf der anderen Seite zeigt sich immer wieder, dass die Angst vor Schlafstörungen oft das eigentliche Problem ist. Denn wer sich bereits beim Zubettgehen Sorgen darüber macht, ob er wieder so lange fürs Einschlafen benötigt, der wird kaum zur Ruhe finden. Gelassenheit ist hier das Zauberwort.

Diese Webseite will Ihnen helfen, Ihre Schlafprobleme und das Thema Schlaflosigkeit besser zu verstehen. Darüber hinaus finden Sie viele Tipps zum besseren Einschlafen.

 

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Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit,

Heilpraktiker und Gesundheitspädagoge (SKA)