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REM-Schlaf und Tiefschlaf

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Der Schlaf eines Menschen ist in verschiedene Schlafphasen unterteilt. Die Tiefschlafphase ist dabei diejenige Schlafphase, in der die größte Erholung möglich ist. Die Aktivität der Muskulatur nimmt weiter ab und die Augen sind ganz ruhig. In der Gesamtheit des Schlafes machen die Tiefschlafphasen ungefähr 15-20% aus. Im Alter nimmt die Länge der Tiefschlafphasen ab...

In den Tiefschlaf fällt man in der dritten und vierten Schlafphase. Die dritte Schlafphase und damit erste Tiefschlafphase wird bei einem gesunden Menschen nach ca. 25 Minuten nach dem Einschlafen erreicht, die zweite Tiefschlafphase nach ungefähr 45 Minuten.

In der Tiefschlafphase ist der Körper ganz entspannt, das Gehirn arbeitet so zu sagen im "Stand by"- Modus und reguliert nur noch die wichtigsten Körperfunktionen. Um einen Menschen, der sich in einer der ersten Tiefschlafphasen befindet, zu wecken, ist schon etwas mehr Gewalt (verbal oder körperlich) notwendig; ein sanftes Rütteln oder leises Ansprechen reicht nicht aus. In der zweiten Tiefschlafphase ist der Schlaf so tief wie der eines Bären im Winterschlaf. Einzige Ausnahme bieten hier Mütter; diese werden, auch in beiden Tiefschlafphasen, durch das leiseste Wimmern des Kindes wach.

Dieses Phänomen, "Ammenschlaf" genannt, sichert das Überleben der Art, da die Mutter so auf etwaige Erkrankungen oder Schäden, die dem eigenen Kind zugefügt werden, reagieren kann.

Der Ammenschlaf funktioniert übrigens nur beim eigenen Kind; für das die Mutter sich verantwortlich fühlt; das Wimmern und Schreien fremder Kinder kann sie genauso "überschlafen" wie jeder andere Mensch.

Fehlende Tiefschlafphase - Tipps und Tricks

Viele Menschen haben das Gefühl, nachts nicht in die Tiefschlafphasen zu kommen und fühlen sich daher auch nach ausreichender Schlafdauer müde und abgeschlagen. Dies hat auf den Arbeitsalltag natürlich negative Auswirkungen.

Man ist unkonzentriert, schlaff, leicht reizbar und kaum leistungsfähig. Um selbst für eine gute Schlafhygiene zu sorgen, können Sie folgende Tipps ausprobieren:

  1. Das Bett ist zum Schlafen da
    Viele Menschen nutzen ihr Bett multifunktional, das heißt, sie schauen darin fernsehen, lesen, essen und trinken im Bett. Dies ist für eine gute Schlafhygiene Gift, denn der Körper braucht nachts das Signal, alle Aktivitäten einstellen zu können. Wird ihm hierfür kein fester Ort geboten, kann dies zu Einschlafschwierigkeiten und Schlafstörungen führen.
  2. Regelmäßigkeit
    Mal nachts um drei ins Bett, mal schon um neun - dieses Verhalten hat, wenn es häufig vorkommt, negative Auswirkungen auf den Schlaf. Gehen Sie besser regelmäßig zu einer festgelegten Uhrzeit zu Bett. So entwickelt ihr Körper einen festen Wach-Schlaf Rhythmus.
  3. Der erholsame Mittagsschlaf
    Ein Nickerchen zur Mittagszeit kann sehr erholsam sein und für neue Energie für den Rest des Tages sorgen. Jedoch sollten Sie darauf achten, nicht zu lange zu liegen und nicht wirklich fest einzuschlafen. Denn dann kommen Sie nur schwer wieder in Gang. Ein Dösen von ca. 25 Minuten reicht völlig auch, um die Akkus wieder aufzuladen.
  4. Das Herumwälzen
    Wenn Sie nachts im Bett liegen und nicht in Schlaf kommen können, ist es völlig nutzlos, sich stundenlang herumzuwälzen. Besser ist es, wieder aufzustehen und sich zu bewegen, einen Tee zu trinken oder entspannende Musik zu hören. Legen Sie sich erst wieder ins Bett, wenn Sie müde sind und setzen Sie sich nicht unter Schafdruck: denn dies macht eher wach als müde. Vertrauen Sie einfach darauf, dass sich ihr Körper den Schlaf holt, den er benötigt.

Sollten diese Tipps nach drei Wochen keine Wirkung zeigen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Diese kann dann gemeinsam mit Ihnen den Schlafstörungen auf den Grund gehen und eine Therapie einleiten. Auf die Einnahme freiverkäuflicher Schlafmittel sollten Sie jedoch ohne ärztliche Beratung verzichten. Diese Mittel mildern zwar das Symptom, nicht aber die Ursache.


Letztmalig bearbeitet am: 31. Januar 2013