Schlafbedürfnis
Das Schlafbedürfnis eines gesunden Menschen hängt von diversen Faktoren ab und ist daher sehr individuell.
Zunächst bezeichnet man als Schlafbedürfnis die Schlafzeit in Stunden die jemand benötigt um sich frisch und
ausgeruht zu fühlen. Statistisch gesehen sind dies im Durchschnitt 7-8 Stunden. Aber auch Schlafzeiten von 4
Stunden (Kurzschläfer) oder 10 Stunden (Langschläfer) sind als normal anzusehen.
Der Schlaf schafft als physiologischer Erholungszustand den Ausgleich zur Aktivität der Leistungsphase des
Tages. Die körperliche Regeneration findet dabei in den Tiefschlafphasen statt. Vergleicht man die
unterschiedlichen Schlaftypen in Hinblick auf die Länge ihrer Tiefschlafphasen, stellt man fest, dass mit
abnehmender Schlaflänge die Tiefschlafphasen zunehmen. Jemand der 5 Stunden schläft kann sich demnach genauso
erholt fühlen, wie jemand der 10 Stunden schläft. Für den Erholungszustand ist die Qualität des Schlafes
ausschlaggebender als die Quantität.
Ein wesentlichen Faktor für das Schlafbedürfnis ist das Alter. Neugeborene schlafen verteilt über verschiedene
Phasen am Tag (polyphasisch) bis zu 20 Stunden. Ein Kleinkind reduziert die Schlafphasen meist auf die Nachtruhe
und den Mittagsschlaf (biphasisch) und kommt auf etwa 10-12 Stunden.
Als Erwachsener reduziert man den Schlaf weiter, es gibt nur noch die Nachtruhe (monophasisch) von etwa 7-8
Stunden. Im höheren Alter wird das Schlafverhalten wieder biphasisch (Mittagsschlaf), dafür reduziert sich die
Schlaflänge der Nachtruhe weiter auf 6-7 Stunden.
Jeder Mensch sollte sein individuelles Schlafbedürfnis in etwa kennen und respektieren. Ein längeres
abweichendes Verhalten kann zu einer Schlafstörung führen, die sich z.B. durch abendliches
Nicht-Einschlafen-Können, nächtliches Wachliegen, häufige kurze Wachphasen, zu frühes Erwachen am Morgen, Probleme
wälzen oder die mit Angst verbundene Erwartung wieder nicht schlafen zu können, äußern kann.
Am Tage kommt es dann oft zu Müdigkeit und Erschöpfung, verminderte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit,
allgemeines Unwohlsein oder Antriebslosigkeit.
Entgegenwirken kann man durch einen verlässlichen Lebensrhythmus. Aktive und passive Phasen sollten genauso
geregelt sein, wie die Ernährung, die zudem ausgewogen sein sollte.
Letztmalig bearbeitet am: 22. April 2009
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