Schlaftagebuch
Im Verlaufe seines Lebens wird nahezu jeder Mensch mindestens einmal eine Phase mit Schlafstörungen durchmachen.
Dabei kann es sich um Schlaflosigkeit, eine Einschlafstörung und Durchschlafstörung,
übermäßige Tagesmüdigkeit, Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus oder um andere
schlafgebundene Störungen wie Schlafwandeln, Schnarchen
oder Albträume handeln. Ursachen einer Schlafstörung können u.a. Stress, Alkoholkonsum oder wechselnde
Arbeitszeiten (Schichtarbeit) sein.
Um die genauen ursächlichen Zusammenhänge eines Schlafstörung erkennen zu können, kann es notwendig werden ein
sogenanntes Schlaftagebuch zu führen. Der behandelde Arzt lernt so die Schlafgewohnheiten kennen und kann daraus
die Schlafstörung diagnostizieren. Nur wenn eine genaue Diagnose vorliegt und alle Ursachen bekannt sind, kann eine
Behandlung der Schlafstörung nachhaltig erfolgreich sein.
Entscheidend für einen subjektiv wahrgenommenen erholsamen Schlaf ist nicht die Schlafdauer, sondern allein die
Schlafqualität. Auch wenn ein Mensch durchschnittlich 7-8 Stunden Schlaf braucht, um sich am Morgen ausgeruht und
fit zu fühlen, können für jemanden auch 4 Stunden ausreichen. Ein anderer Schlaftyp benötigt dagegen bis zu 10
Stunden für einen erholsamen Schlaf. Die Erholung findet während der Tiefschlafphasen
statt, die sich mit den REM-Phasen (Rapid Eye Movements) abwechseln, in denen man träumt. Jede Phase dauert
unterschiedlich lange und wird 4-5 mal durchlaufen.
Ein Schlaftagebuch hat die Form eines Protokolls, in dem jeden Abend vor dem Schlafen und jeden Morgen nach dem
Aufstehen, Fragen zum Schlaf und den Begleitumständen gestellt werden. Es sollte über einen Zeitraum von mindestens
14 Tagen geführt werden. In diesem Zeitraum sollte der Schlafpatient noch keine Veränderungen an seinem Verhalten
und seiner Schlafgewohnheiten vornehmen, da sonst die Ergebnisse beeinträchtigt werden. Daher sollte möglichst ein
normaler Zeitraum im Alltag gewählt werden und nicht etwa ein Urlaub oder der Zeitpunkt einer Krankheit.
Bevor ein Schlaftagebuch zum Einsatz kommt wird häufig der Schweregrad der Schlafstörung ermittelt. Handelt es
sich um eine Ein- und Durchschlafstörungen kommt der Pittsburgher Schlafqualitätsindex (PSQI) zum Einsatz. Mit der
Epworth-Schläfrigkeits-Skala (ESS) wird dagegen Tagesmüdigkeit ermittelt.
Letztmalig bearbeitet am: 5. März 2009
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