Schlaftabletten und Schlafmittel
Schlaftabletten und Schlafmittel - keine wirklichen Helfer für einen gesunden Schlaf
In kritischen Momenten wie bei besonderem Stress, zum Beispiel durch den Tod eines Angehörigen, kann die Einnahme von einem Schlafmittel bzw.
Schlaftabletten sinnvoll sein.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Wahl des Mittels und seine Dosierung individuell durch einen Arzt auf den Patienten abgestimmt sind.
Zu berücksichtigen sind die Ursache der Schlafstörung, die Symptomik (ob es sich
um Einschlafprobleme oder Durchschlafstörungen
handelt), das Alter der betroffenen Person, ob schon eine Schlaftherapie vorausgegangen ist und selbstverständlich, ob Krankheiten vorliegen,
die gegen die Einnahme bestimmter Mittel sprechen.
So sollen Patienten mit einer Schlafapnoe oder einer Lugenkrankheit keine Benzodiazepine nehmen, da diese die
Atmung beeinflussen. Auch für ältere Menschen sind sie oft nicht geeignet, da eine der Nebenwirkungen in einer erhöhten Sturzgefahr besteht, die
bei einem nächtlichen Gang zur Toilette schwerwiegende Folgen haben kann.
Auch wenn Schlaftabletten eine unmittelbare Entlastung bewirken und damit unter Umständen vorbeugen, dass die Schlafstörung chronisch wird,
ist es wichtig, die Dosis immer so niedrig wie möglich und die Einnahmedauer so kurz wie möglich zu halten, denn es gibt bis heute keine
Schlaftabletten ohne Nebenwirkungen. Die Schlafmittel können vörübergehend helfen, aber nicht heilen.
Suchtgefahr bei Schlaftabletten!
Schlaftabletten sollten immer nur ein kurzfristiger Nothelfer sein. Trotzdem machen es sich viele Ärzte zu leicht und verschreiben
vorschnell ein zu starkes Präparat.
Wenn das Einschlafen schwerfällt oder der Nachtschlaf ständig unterbrochen ist, wissen sich viele nicht anders zu helfen, als zur
Schlaftablette zu greifen.
5 % der Bundesbürger nehmen regelmäßig Schlaftabletten ein. Mindestens jeder Zweite, der über 65 Jahre alt ist und über Schlafstörungen klagt, bekommt vom Arzt ein Medikament verschrieben.
Die Hälfte der Betroffenen gibt an, dass sie trotz des Mittels nicht mehr richtig schlafen kann.
Viele Ärzte machen es sich da einfach zu leicht, wenn sie ihren Patienten immer wieder Schlaftabletten aufschreiben. Natürlich sind die
Patienten meist genauso uneinsichtig, denn viele Ärzte geben oftmals nur dem Drängen ihrer Patienten nach.
Doch eigentlich wissen es die Ärzte doch besser: Schlafmittel machen süchtig und haben nur dann einen Sinn, wenn sie kurzfristig
eingesetzt werden. Mehr lesen Sie auch im Artikel: Schlaftabletten absetzen.
Die Naturheilkunde hat viele Möglichkeiten zu helfen. Aber grundsätzlich muss man immer den Ursachen auf die Spur kommen.
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