Schlaflosigkeit Ursachen
Warum schlafe ich nicht ein? Ursachen der Schlaflosigkeit
Der Schlaf dient der Regeneration des Körpers. Man versteht darunter einen regelmäßigen immer wiederkehrenden
Ruhezustand mit verminderter Organfunktion, erniedrigter Körpertemperatur und stark herabgesetzten
Energieverbrauch, wobei die Durchblutung des Gehirns gesteigert wird.
Schlafstörungen unterbrechen den
Regenerationszyklus und können völlig verschiedene Ursachen haben.
Man unterscheidet dabei äußere, organische und psychologische Ursachen, die die
Gesundheit schwer beeinträchtigen können.
Äußere Ursachen können Lichteinwirkung (z.B. Lichtreklame), Lärm, Wetterfühligkeit, körperliche
Überanstrengung, Arzneimittelnebenwirkung (Appetitzügler, Antidepressiva), Entzugsbeschwerden (Alkohol, Nikotin
u.a.), schlechte Schlafbedingungen, Schichtarbeit, Zeitverschiebung (Jetlag) oder Ortsveränderungen sein.
Zu den organischen Ursachen zählen Schmerzen aller Art, allgemeine Erkrankungen, Infektionen,
Tumorerkrankungen, Fieber, Husten und Schnupfen, Asthmaanfälle, nächtliche Atemstillstände (Schlafapnoe)
Durchblutungsstörungen, Lungen- und Lebererkrankungen, Schilddrüsenfehlfunktionen, Blasen- und Verdauungsstörungen,
hohes Alter, Schwangerschaft und Stillzeit.
Psychologisch bedingte Ursachen wie zu hohe Stressbelastung durch Ärger, Aufregung oder Sorgen,
die dauerhaft auf den Körper einwirken, können ein Alarmzeichen für Depressionen sein.
Auch die Sucht (z.B. Alkohol, Tabletten, Drogen) oder Neurosen bzw. Psychosen basieren auf
psychologischen Ursachen. Mangelnde Konfliktbewältigung sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld kann
dabei eine große Rolle spielen.
Die Schlaflosigkeit (Einschlafstörung bzw. Durchschlafprobleme) sind häufig die einzigen Hinweise, die auf eine
Depression schließen lassen.
Wer an einer Schlafstörung leidet, der fühlt sich oft schlapp und erschöpft, ist müde, unkonzentriert und ist in
seiner Lebensqualität stark eingeschränkt.
Der Mangel an Schlaf wirkt sich auf den gesamten Körper aus. Die Leistungsfähigkeit ist deutlich gemindert, die
visuelle und körperliche Wahrnehmung ist beeinträchtigt, die Organesysteme wie z.B. Nervensystem oder
Herz-Kreislaufsystem sind geschwächt und es besteht ein erhöhtes Risiko für Krankheiten.
Schlafstörungen sollten in jedem Fall behandelt werden, weil ein dauerhafter Schlafentzug ein erhöhtes und ernst
zu nehmendes Risiko eines Herzinfarktes, Schlaganfalles oder einer Immunschwäche bedeuten kann.
Letztmalig bearbeitet am: 22. April 2009
Weiterführende Artikel: Die klassische
Therapie der Schlafstörungen - Alternative Schlafmittel und
Therapien - Folgen von Schlaflosigkeit
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