Schlafstörung und Schlafdauer
Wie lange ist die optimale Schlafdauer?
Von einer "echten Schlafstörung" (Insomnie), welche auch behandlungsbedürftig ist, spricht
man erst dann, wenn der Zustand der Schlaflosigkeit über einen Monat andauert
und dabei öfter als dreimal pro Woche auftritt.
Obwohl der Schlaf in den letzten Jahren im genauer untersucht wird, lässt sich eine Frage nicht klar
beantworten:
Wieviel Schlaf braucht der Mensch eigentlich?
Professor Dr. Riemann, Schlafforscher an der Universität Freiburg sagt zur Schlafdauer:
„Die benötigte Schlafdauer ist individuell verschieden und liegt zwischen fünf und zehn Stunden
pro Nacht.”
Die meisten Menschen schlafen optimalerweise zwischen sieben und acht Stunden pro Nacht, allerdings gebe
es von Natur aus auch Kurzschläfer und Langschläfer, so Professor Riemann.
Im "Allgemeinwissen" der Bevölkerung ist verankert, dass der Mensch acht Stunden Schlaf pro Nacht brauche --
daher werden Menschen die mehr Schlaf benötigen schnell als "abnormal", faul oder sonst etwas abgetan, wenn diese
mehr Schlaf benötigen.
Dabei schlafen im Durchschnitt zwei Drittel alles Erwachsenen ca. 7,5 Stunden pro Nacht. Weitere 15% brauchen
mehr als 8,5 Stunden Schlaf und 15% benötigen weniger als 5,5 Stunden Schlaf pro Nacht. Ich erinnere mich an einen
Patienten, der sehr vital ist und jede Nacht nur 4 Stunden schläft. Für manche Menschen kann dies erfreulich sein,
für andere ein Fluch; es kommt ganz darauf an, was man mit seiner Zeit macht.
Achten Sie allerdings darauf, dass Sie im Durchschnitt nicht weniger als fünf Stunden pro Nacht
schlafen. Ein gesunder Schlaf sollte aber nicht nur an der Dauer objektiviert werden, sondern vor allem
auch daran, ob Sie sich tagsüber wohl fühlen und Ihr Leistungsvermögen stimmt.
Mit steigendem Lebensalter nimmt die Schlafdauer und auch die Schlaftiefe ab. Bei Männern kann dies bereits ab
dem 40. Lebensjahr der Fall sein, bei Frauen im allgemeinen erst ab dem 50. Lebensjahr.
Manche Menschen die gerne früh zu Bett gehen sorgen sich, dass Sie dann schon "Mitten in der Nacht" erwachen.
Dies ist aber ganz normal. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn Sie um 22.00 Uhr zu Bett gehen und
bereits um 4.00 Uhr wieder erwachen.
Im Gegenteil: Die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag ist höher, wenn man bereits vor Mitternacht zu Bett geht.
Es gibt eine Rechenformel in der Naturheilkunde und auch im Leistungssport derzufolge jede Stunde Schlaf vor
Mitternacht so viel Wert ist, wie zwei Stunden Schlaf nach Mitternacht.
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