Schlafen lernen
Lernen Sie das Schlafen neu: Schlafschule, Schlafklinik und Schlaflabor unterstützen Sie dabei
Schlafstörungen sind ein weit verbreitetes Leiden und können
verschiedene Ursachen haben. So tritt unregelmäßiger oder unruhiger Schlaf häufig infolge sogenannter Schlafapnoe
auf, einem minutenlangen Aussetzen des Schlafes, was zu einer Unterversorgung des Gehirnes mit Sauerstoff führt und häufige Aufweckreaktionen
während der Nacht auslöst. Der Schlafrhythmus wird dadurch natürlich erheblich und nachhaltig gestört.
Schlafstörungen können darüber hinaus infolge von Depressionen oder organischen Grundbeschwerden auftreten.
In jedem Fall führt Schlaflosigkeit zu Tagesmüdigkeit, Abgespanntheit sowie nachlassende Konzentrations- und
Leistungsfähigkeit. Daher sind sie über einen längeren Zeitraum ernst zu nehmen.
Hilfestellungen zum besseren Schlaf werden in zahlreichen Schlafschulen vermittelt, die unter
anderem im Internet angeboten werden.
In Deutschland helfen derzeit etwa 300 speziell eingerichtete Schlaflabore und
Schlafkliniken weiter, die auf die Behandlung von Patienten mit Schlafstörungen ausgerichtet
sind.
Die Überwachung des schlaflosen Patienten kann hier über mehrere Tage erfolgen. Dies geschieht nach einem intensiven Beratungsgespräch mit
einem Schlafspezialisten, der die Ursachen der Schlafstörungen zu identifizieren versucht und dann über einen Aufenthalt im Schlaflabor
entscheidet.
Während der Nacht werden im Schlaflabor oder der Schlafklinik Vitalfunktionen, wie Herzschlag, Hirnströme oder die Sauerstoffsättigung
des Blutes gemessen. Um die einzelnen Schlafphasen und die Tiefe des Schlafes zu beurteilen, werden zudem die nächtlichen Augenbewegungen
aufgezeichnet.
Die Schlafspezialisten können an Hand dieser Messdaten einzelne Schlafphasen, wie den REM-Schlaf , den
Tiefschlaf und kurze Aufweckreaktionen identifizieren.
Aus dem erstellten Schlafprofil des Patienten können die Ursachen für die Schlafstörungen sowie entsprechende Behandlungsmöglichkeiten
abgeleitet werden.
Informationen über Ursachen, die Behandlungsmöglichkeiten sowie spezialisierte Schlaflabore in Deutschland erhalten Betroffene bei der
Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).
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