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Schlafapnoe

Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

René Gräber

Die Schlafapnoe ist ein Syndrom, bei dem während des Schlafes Atemstillstände (Apnoen) stattfinden.

Die Symptome bestehen hauptsächlich in Tagesmüdigkeit und dem Auftreten von Sekundenschlaf. Außerdem schnarchen die Betroffenen oft sehr stark. Manche haben morgens einen trockenen Mund und Kopfschmerzen.

Die Schlafapnoe gehört der Familie der Dyssomnien an (darunter versteht man ganz allgemein von der Norm abweichendes Schlafverhalten). Eine betroffene Person wacht während des Schlafes vermehrt auf, da der Körper mit Sauerstoff unterversorgt wird.

Formen der Schlafapnoe

Die Schlafapnoe kommt in unterschiedlichen Formen vor:

  • Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist die häufigste Form. Hierbei entspannen sich die ringförmigen Muskeln rund um die oberen Atemwege im Schlaf sehr stark. Dadurch fällt der obere Teil der Atemwege zusammen und lässt für eine gewisse Zeitspanne keine Luft mehr durch. Auch andere Gründe für die Verengung oder Verlegung der Atemmuskulatur sind möglich.
  • Die zentrale Schlafapnoe ist selten. Die eigentliche Ursache dieser Schlafkrankheit besteht in einer Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS), wodurch das Gehirn Informationen falsch verarbeitet und keine Impulse an die Atemmukulatur weiterleitet. Der Körper „vergisst“ zu atmen, bis die Sauerstoffsättigung einen kritischen Grad erreicht. Eine zentrale Schlafapnoe tritt zum Beispiel nach Schlaganfällen, durch Borreliose oder andere Krankheiten auf. In den meisten Fällen wir die zentrale Schlafapnoe jedoch vererbt.
  • Als gemischte Schlafapnoe bezeichnet man ein Syndrom, bei dem beide Formen gemeinsam vorkommen.

Das passiert bei einer Schlafapnoe

Die Anzahl betroffener Personen liegt in Deutschland bei etwa 800.000, wobei doppelt so viele Männer wie Frauen betroffen sind. Wichtig zu wissen ist: Kurzfristige Atemstillstände sind nicht schädlich. Bei einer Schlafapnoe setzt die Atmung jedoch länger als zehn Sekunden aus, wodurch der Sauerstoffgehalt im Blut abfällt und die Schlaffunktion der Erholung blockiert wird. Manchmal dauern die Atempausen mehrere Minuten an. Wenn zu wenig Sauerstoff im Gehirn ankommt, weckt dieses den Körper auf, um den Gefahrenzustand zu beseitigen.

Dadurch sind die Betroffenen jede Nacht häufig wach, oft ohne es richtig zu bemerken. Klar, dass dadurch die Schlafqualität noch weiter leidet. Neben der schon genannten Übermüdung am Tag drohen auch ernste Gesundheitsstörungen: Bluthochdruck, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Potenzstörungen, Depressionen und Autounfälle (aufgrund der Übermüdung) sind nur Beispiele.

Ursachen

Mögliche Ursachen für eine Schlafapnoe können (neben der schon genannten Schädigung des ZNS) sein:

  1. Übergewicht (Adipositas)): etwa 80 Prozent der Betroffenen sind übergewichtig!,
  2. Polypen,
  3. Alkohol,
  4. Schlafmittel,
  5. Fehlstellungen des Unterkiefers und 
  6. die Vergrößerung von Weichteilen wie zum Beispiel der Zunge oder der Rachenmandeln.

Behandlungsmethoden der Schlafapnoe sind die Reduktion von Risikofaktoren (Gewichtsabnahme, Verzicht auf Alkohol und Medikamente, eventuell eine operative Entfernung der Polypen oder Rachenmandeln) sowie die Benutzung einer Schlafmaske, die einen leichten Unterdruck in der Lunge erzeugt. Auf diese Weise wird das Zusammenfallen der Atemwege verhindert. In leichten Fällen eignen sich auch Hilfsmittel, die die Rückenlage im Schlaf vermeiden. Bei anderen Patienten helfen individuelle Biss-Schienen. Bei manchen Patienten werden die Atemwege in einer Operation geweitet.

Letztmalig bearbeitet am: 18. Februar 2014