Melantonin
Das Schlafhormon Melatonin hilft Fernfliegern und Nachtarbeitern
Melatonin ist eines von drei Hormonen, die als Neurotransmitter im Gehirn unmittelbar miteinander arbeiten - es ist das "Schlafhormon". Es
wird freigesetzt während der Mensch schläft und während des Schlafs immer weiter produziert, damit er durchschläft und nicht ständig
aufwacht.
Dennoch ist das Hormon kein „universelles” Schlafmittel. Denn es steuert lediglich den Schlafrhythmus. Sie schlafen also mit Melatonin nicht länger, sondern nur zu einer anderen Zeit. Daher - so zeigen
verschiedene Studien – ist es bei Schlafstörungen empfehlenswert, die durch
die Zeitverschiebung bei Überseeflügen („Jetlag") oder durch den verschobenen Tagesrhythmus bei Nachtarbeitern ausgelöst werden. Es hilft den
Studien zufolge jedoch lediglich jedem zweiten Patienten. Das Hormon ist in Deutschland nicht zugelassen, kann aber auf Rezept von einer Apotheke
aus dem Ausland bezogen werden.
Wenn der Mensch erwacht, wird Cortisol produziert - das ist das Hormon, welches die notwendige Energie bereitstellt, damit der Tagesablauf
bewältigt werden kann. Tagsüber sollte der Körper dann unter normalen Umständen Serotonin produzieren, das ist das Glückshormon.
Serotonin wird beispielsweise dann produziert, wenn Sonnenlicht auf die Netzhaut des Auges trifft, von dort aus wird ein Impuls an das Gehirn
gesendet und die Produktion von Serotonin beginnt.
Bei einigen Menschen jedoch ist die Produktion dieser Hormone gestört. Dies kann aufgrund von ernsthaften Depressionen, die eine reale oder
krankhafte Ursache haben, der Fall sein, oder aber aufgrund von Tageslichtmangel. Die Folge ist häufig, dass der Mensch sich tagsüber
angeschlagen und müde fühlt, aber nachts trotzdem nicht schlafen kann. Die Gedanken rotieren und der Mensch liegt wach bis in die frühen
Morgenstunden.
Der Arzt kann in solchen Fällen Melatonin verschreiben, das oral eingenommen werden kann. Melatonin wirkt außerdem dem Alterungsprozess
entgegen und soll vor Arteriosklerose und Krebs schützen. Experten warnen allerdings vor einer Einnahme über einen längeren Zeitraum, da hierfür
noch keine Langzeitstudien vorliegen.
Wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente (z. B. Marcumar®) einnehmen oder sogar an Epilepsie leiden, dürfen Sie Melantonin nicht
einnehmen.
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