Lichttherapie
Die Lichttherapie zur erfolgreichen Behandlung von
Schlafstörungen und Winterdepressionen
Viele Vorgänge im menschlichen Körper unterliegen einem Rhythmus, der durch das Tageslicht beeinflusst wird und
häufig als innere Uhr bezeichnet wird. Kommt diese innere Uhr aus dem Takt, sind eine Reihe negativer, teilweise
schwerwiegender Auswirkungen auf die Gesundheit des Betroffenen die Folge, die auf längere Sicht auch
ernstzunehmende Erkrankungen nach sich ziehen können.
Vor allem das Schlafverhalten und die Stimmung des Menschen werden durch Licht über biochemische Prozesse
beeinflusst. Schlafmangel oder unruhiger Schlaf führen zu Tagesmüdigkeit, Abgespanntheit und nachlassender
Leistungsfähigkeit.
Der Zusammenhang zwischen Tageslicht und dem natürlichen Schlafrhythmus wird bei der sogenannten Lichttherapie positiv genutzt, in dem die
unter Schlafstörungen Leidenden einem besonders hellen Licht von mindestens 2500 Lux ausgesetzt werden. Obgleich
die biochemischen Vorgänge noch nicht vollständig aufgeklärt sind, konnten in verschiedenen Studien die positiven
Effekte der Lichttherapie bei Schlafstörungen und bei allen Formen der Depression, insbesondere aber bei der
Winterdepression nachgewiesen werden. Daher greifen seit einigen Ärzte gern auf diese Therapiemaßnahme zurück.
Die Lichttherapie ist nebenwirkungsarm und kann durch den Patienten zu Hause durchgeführt werden. Je nach
Therapieziel wird die Lichttherapie für eine halbe bis zu zwei Stunden pro Tag angewendet. Die speziellen
Leuchtschirme können vom Patienten geliehen, bei häufiger Anwendung oder Therapie über einen längeren Zeitraum für
etwa 200 bis 400 EUR angeschafft werden.
Überaus eindrucksvoll konnte der Erfolg der Lichttherapie bei Patienten gezeigt werden, die an Schlafstörungen litten. Oftmals fanden die
Patienten nach viertägiger Lichttherapie wieder zu einem gesunden und natürlichen Schlafrhythmus zurück. Bereits
1989 konnte in einer kontrollierten Studie mit 154 Patienten, die an saisonaler Depression litten, bei 54 % der mit
der Lichttherapie Behandelten ein signifikanter Rückgang der depressiven Stimmungen erzielt werden (Terman et al.).
In einer weiteren klinischen Studie an 71 Patienten konnte 1998 dieser positive Effekt der Lichttherapie auf
Depressionen bestätigt werden (Eastman et al).
Besonders bei Menschen, die in Folge einer Depression an Schlaflosigkeit leiden,
ist die Lichttherapie eine effiziente Behandlungsmöglichkeit, da sich einerseits das Licht günstig auf die
Stimmungslage des Patienten auswirkt und anderseits der wieder normalisierte Schlafrhythmus diesen positiven Effekt
verstärkt. Auch bei Kindern, die an Neurodermitis leiden, kann die eingesetzte Lichttherapie in vielen Fällen
Linderung der Symptome verschaffen.
Letztmalig bearbeitet am: 18. März 2009
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