Einschlafstörung
Einschlafstörung - "Ich kann nicht einschlafen"
Der Schlaf gehört zu den lebenswichtigen Grundbedürfnissen von Lebewesen und erfüllt eine ganze Reihe biologisch
wichtiger Funktionen. Verschiedene Theorien darüber warum Menschen und Tiere schlafen, überschneiden sich in ihren
Ansätzen.
Danach dient der Schlaf zum einen der Regeneration der Organe, die nach einer Schlafphase besser funktionieren,
als nach einer langen Wachphase, synchronisiert darüber hinaus das Zusammenwirken diverser biologischer Funktionen
im Körper und sorgt schließlich für eine Verarbeitung des Erlebten.
Erfolgt der Schlaf in Dauer, Tiefe und Qualität nicht im angemessenen Umfang, so spricht man von einer
Schlafstörung. Hier werden verschiedene Arten von Störungen und deren Ursachen unterschieden. Neben Problemen mit
dem Ein- und Durchschlafen sind dies vor allem Störungen während des Schlafes selber, vor allem in Form von
Unregelmäßigkeiten in Bezug auf das Atmen oder bestimmte Bewegungszwänge.
Unter diesen Unregelmäßigkeiten nehmen die Einschlafschwierigkeiten eine besondere Rolle ein, da sie zu einem
starken Leiden der betroffenen Menschen führen. Stundenlanges wach liegen, häufig verbunden mit quälenden Gedanken
und dem empfundenen Druck einschlafen zu müssen, um die Anforderungen des nächsten Tages meistern zu können, sorgt
bei den Betroffenen zu einer massiven Einschränkung der empfundenen Lebensqualität und schränkt darüber hinaus
infolge von Müdigkeit die Leistungsfähigkeit stark ein. Die Gefahr an Depressionen zu erkranken steigt bei Menschen
mit Einschlafstörungen drastisch an, so wie bei chronischem Auftreten auch andere Erkrankungen wahrscheinlich
werden.
Innerhalb der Ursachen von Schlafstörungen im Allgemeinen und Einschlafstörungen im Speziellen unterscheidet man
grob zwischen organischen und nicht organischen Auslösern.
Während die nicht organischen Ursachen sich dabei oft auf Angstgefühle, depressive
Gedanken, Stress oder psychische Erkrankungen beziehen und zusätzlich durch schlechte Schlafbedingungen, in Form
von Luftqualität, Raumtemperatur und Lärm begünstigt werden, sind es bei den organischen
Ursachen vorrangig Schmerzzustände, Herz- und Kreislaufstörungen, Erkrankungen der Atmungsorgane oder
auch Medikamente, die den Betroffenen vom Schlaf
abhalten.
Während das Auftreten organisch bedingter Schlafstörungen einer medizinische Behandlung bedarf, gibt es bei der
anderen Gruppe, vor allem in Bezug auf Einschlafstörungen, eine Reihe von Selbsthilfemaßnahmen, die helfen können,
die Situation des Betroffenen zu verbessern.
Grundsätzlich gilt, dass alle Maßnahmen, die zu einer verstärkten Entspannung führen, hilfreich sein können,
also etwa bestimmte Rituale, die den Schlaf fördern, wie Lesen, das Hören von Musik, entspannende Bäder vor dem
Zubettgehen oder das Trinken bestimmter Getränke, die den Schlaf fördern.
Auch aktive Entspannungstechniken, basierend auf autogenem
Training oder anderen Methoden, die das Zusammenspiel von Herzschlag, Atmung und Blutdruck optimieren können, sind
geeignet. Beruhigende Tees, zum Beispiel auf Basis von Baldrian, leichte Bewegung oder
entspannende Massagen können ebenfalls zur Linderung beitragen.
Mehr dazu finden Sie im Kapitel: Alternative Schlafmittel und
Therapien
Letztmalig bearbeitet am: 22. April 2009
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